Hier finden Sie aktuelle Publikationen sowie Berichte über vergangene Veranstaltungen und zu laufenden Projekten.

Medienverantwortliche


Corina Beetschen
E-Mail

Kirchenzeitung – reformiert.


Die gemeinsame Kirchenzeitung «reformiert.» einzelner reformierter Kantonalkirchen erscheint monatlich und wird in unseren Gemeinden in alle Haushaltungen verschickt.
In der Mitte der Beilage finden sie die wichtigsten Hinweise für die Veranstaltungen. der Kirchgemeinden Unterseen, Grindelwald, Lauterbrunnen und Ringgenberg.

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Kirche am Radio BeO


Die kirchlichen Sendungen auf Radio BeO werden vom Verein kibeo – Kirche am Radio BeO – produziert.

Mehr zum Verein kibeo und den aktuellen Sendungen finden Sie unter kibeo.ch

Sendezeiten:
Dienstag
20.00 bis 21.00 Uhr BeO Chilchestübli
21.00 bis 22.00 Uhr BeO Kirchenfenster

Sonntag
09.00 bis 10.00 Uhr BeO Gottesdienst

Berichte


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Weltgebetstag in Ringgenberg

Verbunden im Gebet mit den Frauen Nigerias

Eine stimmungsvolle Feier in der Burgkirche führte die Gemeinde nach Westafrika und erinnerte daran, dass gelebter Glauben und Solidarität Lasten leichter machen.

Der Weltgebetstag hat seit Jahrzehnten einen festen Platz im Kirchenleben unserer Kirchgemeinde. Als Teil einer weltweiten Bewegung verbindet er Christinnen und Christen in mehr als hundert Ländern. Das Weltgebetstags-Lied wird während 24 Stunden rund um die Welt gesungen.

Jedes Jahr stammt die Liturgie von Frauen aus einem anderen Land – in diesem Jahr aus Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Entsprechend führte die Feier in der Burgkirche Ringgenberg gedanklich und atmosphärisch in das grosse westafrikanische Land.

Schon der Weg hinauf zur Kirche stimmte auf den Abend ein: Entlang der vielen Stufen leuchteten Kerzen mit dem Zeichen des Weltgebetstags und wiesen den Weg. Die Glocken läuteten feierlich, und in der Kirche versammelte sich eine interessierte Hörerschar, die sich auf die jährlich stattfindende schöne Feier freute. Vor und um den Taufstein war der Raum liebevoll mit afrikanischen Tüchern, Blumen, Früchten und Kerzen gestaltet – ein farbenfrohes Bild, das sofort eine besondere Atmosphäre schuf.

Den Gottesdienst gestalteten Therese Aeschlimann, Theresia Schädeli, Dori Geissbühler und Eliane Ammann, unterstützt von Markus Aeschlimann in der Technik sowie David Abgottspon an der Orgel und an der Djembé. Davids Trommelrhythmen gaben der Feier einen afrikanischen Groove, und auch Lieder wie Kumbaya oder Nada te turbe wurden von ihm begleitet. Für die stimmige Vorbereitung im Hintergrund sorgte zudem Sigristin Barbara Frutiger.

Die Liturgie stand unter dem Thema „Kommt, bringt eure Last“ – inspiriert von Jesu Worten aus dem Matthäusevangelium 11,28: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch neue Kraft geben.“ Die Texte und Beiträge gaben eindrückliche Einblicke in das Leben von Frauen in Nigeria.

Nigeria, benannt nach dem Nigerfluss, der in den Atlantik mündet, ist mit rund 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas und etwa 22-mal so gross wie die Schweiz. Seine Landschaften reichen von der Sahelzone über Savannen und Regenwälder bis hinunter zum Atlantik. Das Land verfügt über grosse Bodenschätze – etwa Erdöl, Kakao, Palmöl oder Kautschuk –, doch der daraus entstehende Reichtum ist sehr ungleich verteilt.

Viele Menschen leben in Armut, und besonders Frauen und Mädchen sind von Ungleichheit betroffen. Geschlechtsspezifische Diskriminierung im Bereich Bildung, Beruf und politischer Teilhabe ist weit verbreitet. Manche Mädchen werden schon mit zwölf oder dreizehn Jahren verheiratet, andere können wegen fehlender finanzieller Mittel gar keine Schule besuchen. 18,5 Millionen Kinder kommen nicht in den Genuss der Volksschule.

Hinzu kommen religiöse und ethnische Spannungen. Nigeria ist geprägt von einer grossen Vielfalt an Völkern, Sprachen und Religionen. Neben traditionellen afrikanischen Glaubensformen spielen vor allem Christentum und Islam eine wichtige Rolle, und in einigen Regionen führt diese Vielfalt auch zu Konflikten.

Anhand persönlicher Beispiele erzählten die Texte des Weltgebetstags von Frauen, die unter schwierigen Bedingungen leben und dennoch – oder erst recht – ihren Glauben bewahren. Manche Familien leiden bis heute unter der Entführung von Angehörigen; andere kämpfen nach dem Tod des Ehemanns mit sozialem Abstieg und wirtschaftlicher Not. In solchen Situationen wird der christliche Glaube zu einer wichtigen Quelle der Kraft. Aus der Gemeinschaft und aus dem Vertrauen auf Gott schöpfen viele Frauen Mut, auch in Bedrohung und Unsicherheit Hoffnung zu bewahren.

Ein afrikanisches Sprichwort, das in der Feier genannt wurde, bringt diese Erfahrung auf den Punkt: „Der Schmerz eines Einzelnen ist der Schmerz aller.“ Gerade in solchen Herausforderungen versuchen viele Christinnen und Christen, den Weg der Versöhnung zu gehen und dem Hass nicht das letzte Wort zu lassen.

Besonders eindrücklich war auch die Kollekte, die in Nigeria übrigens tanzend nach vorne gebracht wird. Wir Besucherinnen und Besucher gingen zwar nicht tanzend, aber von David Abgottspons «Masithi Amen» Gospel beflügelt nach vorne, legten die Kollekte in ein schönes Gefäss und entzündeten nachher eine Kerze. Gemeinsam bildeten wir einen Kreis und sprachen dann das Vaterunser – ein Moment der Verbundenheit in unserer Kirche, aber weit darüber hinaus über Kontinente hinweg.

Neben der Gedenkkerze wurde eine weitere Kerze zum Gedenken an Hanni Anliker entzündet, die über viele Jahre hinweg an der Gestaltung des Weltgebetstags mitgewirkt hatte und leider verstorben ist.

Der Weltgebetstag wird in Ringgenberg ökumenisch vorbereitet und gefeiert – Menschen aus verschiedenen Kirchen arbeiten dabei zusammen. Kirchgemeinderat Urs Bichler dankte dem Vorbereitungsteam herzlich und würdigte dessen grossen Einsatz. Ein solcher Gottesdienst entstehe nicht in wenigen Minuten, betonte er, sondern sei das Ergebnis vieler Vorbereitungsabende und liebevoller Planung. Die Leiterin des Weltgebetstagsteams, Theres Aeschlimann, wurde mit einem Globus für 18 Jahre Weltgebetstag geehrt. Urs Bischler sagte, sie könne nun auf dem Globus alle Orte markieren, von wo in den letzten 18 Jahren die Liturgie stammte.

Nach der Feier ging das Zusammensein im Kirchgemeindehaus weiter. Dort erwartete die Besucherinnen und Besucher eine kleine kulinarische Reise nach Nigeria: afrikanische Süssigkeiten und Gebäck, ein Hirsesalat mit Gemüse und Datteln, Fruchtsalat sowie verschiedene süss-salzige Knabbereien mit Erdnüssen. Die Mischung aus süssen und würzigen Aromen war verführerisch – und bot Gelegenheit, noch lange zusammenzusitzen, miteinander zu reden und das Gehörte nachklingen zu lassen.

So wurde einmal mehr deutlich: Der Weltgebetstag ist zusammen mit dem Kirchensonntag eine wunderbare Perle im Kirchenleben unserer Gemeinde – eine Feier, die Glauben, Gemeinschaft und weltweite Verbundenheit spürbar macht.

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Adventsfeier für alle - 4. Advent

Wenn Träume leuchten – eine weihnachtliche Reise für Gross und Klein

Wenn sich die Türen der Burgkirche öffnen und die Weihnachtszeit leise Einzug hält, entsteht Raum für Geschichten, Musik und Träume.

Die Weihnachtsfeier vom 21. Dezember lud dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und gemeinsam einzutauchen in eine Welt voller Fantasie, Wärme und Hoffnung. Mit der musikalischen Weihnachtsgeschichte „Annikas Koffer voller Träume“ wurde Gross und Klein daran erinnert, wie kostbar das Träumen ist – besonders in der stillen Zeit vor Weihnachten.

Die Kirchgemeinde Ringgenberg lud zu einer besonderen Weihnachtsfeier ein – einem Anlass für Gross und Klein, der auf berührende Weise auf die Weihnachtszeit einstimmte. Die musikalische Weihnachtsgeschichte „Annikas Koffer voller Träume“ wurde vom Geschwisterpaar Aline Beetschen und Pascal Beetschen gestaltet und begeisterte das zahlreich erschienene Publikum.

Im Zentrum der Geschichte steht Annika, die auf dem Estrich einen geheimnisvollen Koffer voller Träume entdeckt. Immer wieder wird der Koffer geöffnet – und jedes Mal entfaltet sich ein neuer Traum, eine neue Figur, eine neue Geschichte. So entstanden poetische, tief berührende Erzählungen rund um Weihnachten, getragen von lebendigen Dialogen zwischen Annika (gespielt von Aline) und ihrem Bruder Nico (gespielt von Pascal).

Die Geschichte wurde von wunderschönen Liedern begleitet – mit starken Worten, Tiefe und viel Raum zum Nachdenken und Staunen. Besonders toll war die aktive Einbindung des Publikums, so durften die Kinder Annika beim Entdecken der Träume unterstützen, etwa wenn ein besonders grosser Traum im Koffer für ordentlich Krawall sorgte und festgehalten werden musste oder wenn der feine Faden der Spinnerin, der all die vielen Träume verbindet, gemeinsam gehalten wurde.

Die Darbietung überzeugte durch eine hohe musikalische und schauspielerische Qualität und schuf eine warme, dichte Atmosphäre, die alle Altersgruppen gleichermassen berührte.

Die Burgkirche Ringgenberg war sehr gut besucht und erfreute sich einem vollen Haus. Viele Besucherinnen und Besucher trafen sich bereits im Vorfeld beim Kirchgemeindehaus zu Punsch und Lebkuchen, bevor sie gemeinsam den Weg in die festlich geschmückte Kirche fanden. Unter einem grossen, traditionell geschmückten Weihnachtsbaum kamen Menschen aus dem Dorf zusammen – ebenso wie zahlreiche Gäste von weiter her –, um innezuhalten, zu geniessen und sich vom gemeinsamen Träumen tragen zu lassen.

Ein stimmungsvoller, herzlicher Anlass, der noch lange nachklingen wird und die Weihnachtszeit auf besonders schöne Weise eröffnet hat.

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Kerzen

Solidaritäts-Gottesdienst

Kerzenlicht, Musik und gemeinsames Essen

Kerzenlicht, Musik und gemeinsames Essen prägten den Solidaritätsgottesdienst in der Burgkirche Ringgenberg zugunsten der Ukraine. Der Anlass zeigte, wie gelebte Solidarität Menschen über Sprach- und Herkunftsgrenzen hinweg verbindet.

Am Sonntag, 25. Januar 2026, versammelten sich viele Menschen in der gut besuchten Burgkirche Ringgenberg zum Solidaritätsgottesdienst zugunsten der Ukraine. Unterschiedliche Sprachen, Herkunft und Lebensgeschichten fanden an diesem Morgen zusammen. Dank der fortlaufenden Übersetzung von Lucy Ilchenko konnten deutsch- und ukrainischsprachige Besucherinnen und Besucher den Gottesdienst gemeinsam erleben – verbunden durch Musik, Gebet und das stille Verstehen füreinander.

Pfarrer Matthias Inniger eröffnete den Gottesdienst mit dem Gedanken, dass Solidarität kein einmaliger Akt sei, sondern etwas, das jeden Tag neu gelebt werden müsse. So lehre es das Evangelium, und so werde es im zwischenmenschlichen Miteinander erfahrbar. Er dankte für die gelebte Solidarität, die in Ringgenberg spürbar sei, und für die Offenheit, einander Raum zu geben – gerade in Zeiten von Krieg und Unsicherheit. Seine Worte mündeten in ein Gebet für einen gerechten Frieden in der Ukraine.

Eine besonders berührende Tiefe erhielt der Gottesdienst durch die Musik von Ruslan und Yulia Shevchenko. Mit dem Akkordeon spielte Ruslan Shevchenko traditionelle ukrainische Volksmusik, während Yulia Shevchenko mit ihrem Gesang die Herzen berührte, feinfühlig und auf hohem musikalischem Niveau. Die Klänge berührten spürbar, führten in Gedanken in eine ferne Heimat und schufen zugleich Nähe – insbesondere für die ukrainischen Gäste, für die diese Musik Erinnerungen, Sehnsucht und Verbundenheit wachrief.

Ein schöner Moment war das Anzünden der Kerzen an der Osterkerze. Im Zeichen von Frieden und Liebe erhoben sich alle Anwesenden und entzündeten ihre Kerzen und liessen damit die Burgkirche im Licht der Verbundenheit und gemeinsamen Hoffnung erleuchten.

Im weiteren Verlauf rückte das gemeinsame Essen ins Zentrum. Matthias Inniger erinnerte daran, dass Jesus immer wieder mit Menschen gegessen und getrunken habe – als Zeichen der Gemeinschaft. Auch in Ringgenberg hat das gemeinsame Suppenessen seit vielen Jahren Tradition. Was einst als klassischer Suppentag für Menschen in Not begann, wurde nach dem Angriff auf die Ukraine bewusst zum Solidaritätsgottesdienst weitergeführt.

Synodalratspräsidentin Pfarrerin Judith Pörksen griff dieses Thema in ihren Worten auf. Sie erinnerte an die biblische Geschichte der Brotvermehrung: Was geteilt wird, wird nicht weniger, sondern mehr. Dieses Zeichen der Liebe, sei auch hier in Ringgenberg spürbar. Auch das Abendmahl steht im Zeichen des Teilens, der göttlichen Liebe. Wo Hoffnung und Freude geteilt wird und man durch die Liebe Gottes gestärkt und aufgerichtet hervorgeht, kann man wiederum andere stärken und aufrichten.

Kirchgemeinderat Urs Bischler dankte allen Mitwirkenden und machte darauf aufmerksam, dass die Kollekte sowie die Einnahmen aus dem anschliessenden Essen dem Hilfswerk <a>Bär & Leu#https://baerundleu.ch/</a> zugutekommen. Seit bereits 27 Jahre engagiert sich Bär + Leu in der Ukraine und die Einnahmen aus dem Solidaritätsgottesdienst und früheren Suppentag gehen seit vielen Jahren an das Hilfswerk.

Im Kirchgemeindehaus setzte sich die im Gottesdienst angesprochene gelebte Solidarität fort. Viele Menschen fanden sich zum gemeinsamen Essen ein, tauschten sich aus, hörten einander zu. Suppe, Borschtsch, Kuchen und Desserts wurden geteilt, begleitet von Gesprächen und Begegnungen. Die KUW-Schülerinnen und -Schüler unterstützten den Anlass engagiert, schöpften Essen aus und servierten Getränke. Zahlreiche Helferinnen und Helfer trugen mit ihrem Einsatz dazu bei, dass dieser Tag getragen war von Offenheit, Wärme und Gemeinschaft.

Musikalisch wurde auch das Beisammensein im Kirchgemeindehaus von Ruslan und Yulia Shevchenko begleitet. Mit Akkordeon, Bandura und Gesang verliehen sie dem Anlass einen würdevollen und berührenden Ausklang.

Hilfswerk Bär & Leu – Hilfe vor Ort

Das Hilfswerk Bär & Leu engagiert sich seit über 27 Jahren in der Ukraine. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern unterstützt es Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit konkreter, nachhaltiger Hilfe. Die Kollekte des Solidaritätsgottesdienstes sowie die Einnahmen aus dem gemeinsamen Essen fliessen vollumfänglich in dieses Hilfswerk und kommen direkt den betroffenen Menschen zugute.

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Adventsfeier

Adventsfeier

Begegnung, Musik und gelebte Gemeinschaft

Die Adventsfeier vom 13. Dezember 2025 erfreute sich grosser Beliebtheit. Seniorinnen und Senioren aus Ringgenberg-Goldswil und Niederried genossen in der Burgseelihalle einen stimmungsvollen Nachmittag. Organisiert von den Einwohnergemeinden und der Kirchgemeinde mit Unterstützung des Frauenvereins und des Teams Begegnungstreff.

Gemeinde gestalten, wo Einfluss möglich ist

Gemeindepräsident Adrian Weinekötter begrüsste die Anwesenden auf seine humorvolle und nahbare Weise. Der Hinweis auf die zwei wichtigsten Bücher in Ringgenberg – die Bibel und «Wildheuen in Ringgenberg» – brachte das Publikum zum Schmunzeln und schlug auf einfache Weise eine Brücke zwischen Tradition, Glauben und lokalem Alltag.

In seiner Ansprache blickte Adrian Weinekötter auf die neue Legislaturperiode 2025–2028 zurück, die von einem grossen Wechsel im Gemeinderat geprägt ist, und stellte die aktuellen Mitglieder kurz vor. Trotz unterschiedlicher Meinungen im Rat sei man sich einig im Ziel, Lösungen zu finden und die Gemeinde aktiv weiterzuentwickeln. Diese Vielfalt schaffe eine gute Diskussionsgrundlage, aus der tragfähige Lösungen entstehen können. Im Zentrum stehen dabei Themen, auf welche die Gemeinde tatsächlich Einfluss hat und die sie aktiv mitgestalten kann. Dazu zählen unter anderem das Schulsystem, die Sicherheit, die Infrastruktur sowie Fragen des Zusammenlebens. Der Gemeindepräsident betonte zudem die Bedeutung funktionierender sozialer Angebote und dankte den zahlreichen Vereinen und der Kirchgemeinde für ihr grosses Engagement, das wesentlich zum Zusammenhalt in der Gemeinde beiträgt.

Auch Andrea Studer, Gemeinderätin von Niederried, richtete ein kurzes Grusswort an die Anwesenden. Sie berichtete vom lebendigen Dorfleben in Niederried, erwähnte die derzeit laufenden Adventsfenster sowie die monatliche Vollmondparty, die Jung und Alt zusammenbringt, und unterstrich damit die Bedeutung von Begegnung und Gemeinschaft.

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Bild: Adrian Weinekötter, Gemeindepräsident, heisst die Seniorinnen und Senioren willkommen.

Feines Essen und lebendiger Austausch

Im Anschluss an die Begrüssung genossen die Gäste ein feines Mittagessen mit Salat, Hackbraten, Kartoffelstock und Gemüse. Das gute Essen und der herzliche Service durch den Frauenverein und das Team des Begegnungstreffs sorgten für zufriedene Gesichter und angeregte Gespräche. Es wurde gelacht, erzählt und Erinnerungen ausgetauscht – das gemeinsame Zusammensein stand spürbar im Mittelpunkt.
 

Musik als verbindendes Element

Am frühen Nachmittag begann der Festakt. Martin Friedli, Gemeinderat, hiess die Musikgesellschaft Ringgenberg sowie die Jugendmusig Ringgenberg-Goldswil willkommen, die den Anlass gemeinsam musikalisch umrahmten. Mit ihren Beiträgen schufen sie eine warme, feierliche Atmosphäre, der das Publikum aufmerksam lauschte. Zum Abschluss wurde die Musik mit kräftigem Applaus und einer Zugabe belohnt.

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Bild: Musikgesellschaft Ringgenberg und Jugendmusig Ringgenberg-Goldswil

Jubilarenehrung im gemeinsamen Rahmen

Ein zentraler Bestandteil der Adventsfeier war auch in diesem Jahr die Jubilarenehrung. Neu wurden die Jubilarinnen und Jubilare aus Niederried im gleichen Rahmen geehrt wie jene aus Ringgenberg und Goldswil. Pascal Beutler, Heimleiter des Altersheims Sunnsyta, ehrte die 80-, 85- und 90-jährigen sowie alle über 90-jährigen Jubilarinnen und Jubilare. Die anwesenden Geehrten durften sich über einen Spitzbuben aus der Ändels Bachstube sowie einen Gutschein fürs Dorflädeli freuen.

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Bild: Die Gemeinderäte bei der Jubilarenehrung

Pascal Beutler, Heimleiter Sunnsyta Ringgenberg (oben rechts, Rednerpult).

Martin Friedli, Gemeinderat; Sandra Abegglen, Gemeinderätin; Andrea Studer, Gemeinderätin Niederried (vlnr. unten).

Weihnachtsgeschichte mit Bezug zur Gegenwart

Zwischen den einzelnen Ehrungen erzählte Pfarrer Martin Koelbing eine Weihnachtsgeschichte in drei Teilen. Diese wurde durch gemeinsames Singen der bekannten Weihnachtslieder «Stille Nacht» und «Leise rieselt der Schnee» ergänzt und erhielt dadurch eine besonders dichte und besinnliche Atmosphäre. Ausgangspunkt der Geschichte war die vertraute biblische Erzählung, jedoch aus einer ungewohnten Perspektive.

Im ersten Teil ging es um einen kleinen Engel, der zwar mitsingen kann, beim Ruf nach Frieden jedoch ins Zweifeln gerät, weil er sieht, wie viel Unfrieden auf der Erde herrscht. Ihm wird erklärt, dass das Jesuskind gekommen ist, um diesen Zwiespalt zu überbrücken und Frieden in die Herzen zu bringen. Der kleine Engel, so die Erzählung, sei seither unter uns – unsichtbar, aber wirksam – und ermutige bis heute zur Gemeinschaft, zum Miteinander und dazu, gemeinsam etwas aufzubauen.

Im zweiten Teil rücken die drei Könige in den Mittelpunkt. Vor der Krippe sind sie gleich, auf dem Heimweg jedoch brechen wieder Rangordnungen und Machtfragen auf. Erst als sie einem einfachen Knecht zuhören, der den Weg kennt, wird deutlich, wie wichtig es ist, einander ernst zu nehmen und sich gegenseitig zu ergänzen. Auch hier zeigt sich, dass jede*r einzigartig ist und etwas anderes beisteuern kann – erst so entsteht ein Ganzes.

Der dritte Teil knüpfte an die Gegenwart an: Anhand eines Gesprächs zwischen Vater und Sohn wurde die Frage gestellt, wann «es Tag wird». Die Antwort liegt nicht im Sonnenaufgang, sondern in dem Moment, in dem Menschen einander ins Gesicht schauen und im Gegenüber einen Bruder oder eine Schwester erkennen.
 

Ein stimmungsvoller Ausklang

Beim Dessert klang der Nachmittag in gemütlicher Runde aus – mit vielen Gesprächen, zufriedenen Gesichtern und dem Gefühl, gemeinsam eine wertvolle Zeit erlebt zu haben.